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Trend Intimchirurgie

Das sensible Gebiet der Intimchirurgie entwickelt sich zu einem neuen Trend innerhalb der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Was vor einiger Zeit noch ein Tabuthema war, wird heute unbefangen in den Medien diskutiert und von einer zunehmenden Anzahl von Frauen und Männern in Anspruch genommen. Allerdings legen sich nach wie vor mehr Frauen als Männer unter das Messer des Intimchirurgen.
Trend Intimchirurgie

Streben nach Makellosigkeit im Intimbereich

Im Zeitalter der Perfektion kommt bei immer mehr Menschen der Wunsch nach Makellosigkeit auch im Intimbereich auf. Zudem sind in einer modernen und liberalen Gesellschaft die Hemmschwellen gesunken, über Themen wie Schönheits-OPs an Schamlippen oder Hodensack öffentlich in den Medien zu berichten. Männer und Frauen, die ihre sexuelle Ausstrahlung und das eigene Lustempfinden wiederherstellen möchten, finden ohne Scheu den Weg zum Intimchirurgen. Auch medizinische Gründe und solche des allgemeinen Wohlbefindens können Auslöser für den Wunsch nach einer Korrektur der Geschlechtsorgane sein.

Immer mehr Fachkliniken für plastisch-ästhetische Chirurgie haben die Intimchirurgie in ihre Angebotspalette mit aufgenommen. Trendsetter waren wieder einmal mehr die USA, doch auch in Deutschland und Österreich widmen sich immer mehr plastisch-ästhetische Chirurgen vor allem der Korrektur und Straffung von Schamlippen, Scheide und Venushügel. Bei Männern stehen Penisverlängerung und -begradigung sowie Penisverdickung und -verschlankung auf der Wunschliste. Auch die Straffung des Hodensacks wird vor allem aus ästhetischen Gründen von Männern gewünscht. Mittlerweile haben sich Spezialisten für Intimchirurgie sogar zu einem Interessenverband zusammengeschlossen und in Leipzig die Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie Deutschland (GAERID) gegründet. Das Geschäft mit dem Tuning der intimsten Körperteile boomt und ist zunehmend einträglich, denn billig ist eine Schönheitsoperation im Genitalbereich nicht.

Intimrasur befördert Wunsch nach Intimchirurgie
Auslöser für den Trend zur Intimchirurgie ist nach Meinung von Experten die zur Mode gewordene Intimrasur. Vieles, was vorher gut versteckt hinter Schamhaar dem bloßen Auge nicht sichtbar war, zeigt sich beim prüfenden Blick in den Spiegel rasiert in aller ästhetisch nicht immer ansprechenden Deutlichkeit. Vor allem Frauen wollen einen unperfekten Genitalbereich nicht hinnehmen und legen sich eher unters Messer, als mit hängenden Schamlippen in die Sauna oder zum Partner ins Schlafzimmer zu gehen. Eitelkeit ist allerdings nach Angaben von Ärzten nicht immer der alleinige Grund für den Wunsch nach einem intimchirurgischen Eingriff. So leiden Frauen mit stark ausgeprägten inneren Schamlippen bei Sportarten wie Radfahren und Reiten unter Schmerzen bei der Reibung, mit Einrissen ins empfindliche Gewebe als Folge.

Straffung der Vagina und Penisverlängerung

Bei Frauen steht eine Verkürzung unschön hängender innerer Schamlippen auf Platz 1 der Wunschliste für einen intimchirurgischen Eingriff, seltener die der äußeren Schamlippen. Verengung und Straffung der Vagina nach einer Geburt oder infolge altersbedingter Erschlaffung wird ebenso angeboten wie eine Neumodellierung des verfetteten Venushügels. Für muslimische Kundinnen bieten ästhetisch-plastische Fachkliniken in der Abteilung für Intimchirurgie die Wiederherstellung des Jungfernhäutchens an. Und wenn das Lustempfinden erheblich gestört ist, lässt sich der berühmte G-Punkt im vorderen Vaginalbereich mit einer kleinen OP ambulant vergrößern und optimieren. Die Eingriffe gelten als vergleichsweise unkompliziert, sollten allerdings nur von einem zertifizierten Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie mit Erfahrung in der Intimchirurgie durchgeführt werden. Aus Schamgefühl wünschen sich übrigens nicht nur muslimische Frauen häufig einen weiblichen Chirurgen für den Eingriff. Daher ist der Frauenanteil unter den Intimchirurgen im Vergleich zur plastisch-ästhetischen Chirurgie insgesamt überproportional hoch.

Intimchirurgie beim Mann in Form von Penismodellierung ist ein viel Fingerspitzengefühl erfordernder Eingriff und wird nur von wenigen plastisch-ästhetischen Chirurgen unter Vollnarkose durchgeführt. Möglich ist eine Verlängerung des Penis aus Eigenmaterial sowie eine Verdickung, Verdünnung oder Begradigung des männlichen Glieds. Die Straffung unschön bis zu den Knien durchhängender Hodensäcke beseitigt Behinderung beim Sport und erfreut das Auge von Sexualpartnerin oder -partner. Über eines, warnen Kritiker der Intimchirurgie, sollten sich Patienten im Klaren sein: Ein erfolgter Eingriff ist nicht rückgängig zu machen und sollte daher nur von ausgewiesenen Spezialisten durchgeführt werden.

Bild: auremar – Fotolia.com