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Tönung, UV-Schutz und Farbe: Die passende Sportbrille finden

Berlin – Sportbrillen sind eine wichtige Hilfe: Sie schützen das Auge und sollen für gutes Sehen zum Beispiel auf Pisten und Straßen sorgen.

«Deshalb müssen sie im Gegensatz zu anderen Brillen bruchsicher, schlagfest und je nach Einsatz hitze- oder kältebeständig sein», sagt Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen in Berlin. Doch worauf sollten Sportler sonst noch achten?

UV-Schutz: Wie eine Sonnenbrille sollte auch eine Sportbrille einen UV-Schutz haben. Denn ultraviolettes Licht kann die Augen nachhaltig schädigen. Der Schutz ist besonders wichtig bei Outdoor-Sportarten. Die Kennzeichnung UV 400 gibt an, dass Licht mit Wellenlängen von weniger als 400 Nanometer absorbiert wird. Die Tönung der Gläser hingegen sagt nichts über den UV-Schutz aus

Blendschutz: Es wird zwischen fünf Tönungsstufen beziehungsweise Blendschutzkategorien unterschieden. Je höher die Tönungsstufe, desto mehr schützt das Glas vor Blendungen. Vier ist die höchste Kategorie, null die niedrigste. Auf Gletschern zum Beispiel brauchen Sportler Stufe vier. Beim Beachvolleyball oder Bootssport rät Kruschinski zu Stufe drei. Radrennfahrer brauchen zwei und Jogger eins bis zwei. Reflektierendes Licht kann beim Sport zu schweren Unfällen führen.

Farbe der Tönung: Auch die Farbe der Tönung spielt eine Rolle. Rot und Orange sind kontraststeigernd, wie Kruschinski erklärt. Sie eignen sich bei Sportarten mit wechselnden Lichtverhältnissen wie Skifahren oder Golf. Grau sorgt hingegen für natürliches Sehen und ist zum Radfahren im Straßenverkehr ideal. Braun eignet sich für fast alle Sportarten bei Sonnenschein und bietet sehr hohe Farbtreue.

Korrektion: Bei Indoor- oder bewegungsintensiven Sportarten wie Fußball rät Kruschinski zum Einsatz von Kontaktlinsen. Ihr Vorteil ist, dass das Sichtfeld nicht eingeschränkt ist und nichts verzerrt wird, weil die Brille verrutscht. Wer eine Sportbrille mit Sehstärke nutzen möchte, sollte sich vom Optiker beraten lassen. Einstärken- oder Gleitsichtgläser gibt es in der Regel nur zwischen minus vier und plus vier Dioptrien. Es gibt auch Clip-in-Systeme, bei denen sogenannte Korrektionsgläser von innen zwischen den Schutz und die Augen geklemmt werden. «Allerdings ist der Sichtbereich eingeschränkt, weil die Gläser kleiner sind», warnt Kruschinski.

Fotocredits: Soeren Stache
(dpa/tmn)

(dpa)