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Es lebe die Haute Couture!

Bei den alljährlichen Haute Couture Schauen in Paris zeigen die Designer, was sie können- das weiß jeder. Doch viele Zweifler beschworen den Untergang der hohen Schneiderkunst herauf. Vollkommen zu Unrecht, wie sich zum Glück bei den diesjährigen Event herausgestellt hat.

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Der Grund für die Beschwörungen hing unzweifelhaft mit John Gallianos unehrenhafter Entlassung vom Hause Dior zusammen. Doch die oftmals totgesagte Madame droht nur mit ihrem Abschied, um dann strahlender als zuvor wieder aufzuerstehen.

Ende und Neubeginn der Mode

Des einen Ende ist aber auch gleichzeitig der Beginn eines anderen. Dass die Grand Dame der Mode nicht unterzukriegen ist, liegt wohl auch an dem frischen Wind, der durch die Abgänge der alten Meister in dem Hause weht. Denn mit neuen Designern wird mit dem alten Trend gebrochen, dass die Mode der Haute Couture nur bedingt tragbar sein muss.

So wurde im Haus Dior Gallianos langjährige rechte Hand Bill Gaytten zum neuen Chefdesigner, welcher mit geraden Schnitten, A-Linie und verkürzten Kimono Ärmeln den Regeln des Hauses Dior treu blieb, aber seinen eigenen Stil in die Kollektion einbrachte. Schön ist auch, dass die Kleider zwar extravagant erscheinen, aber durchaus tragbarer sind, als die seines Vorgängers.

Ebenso neu ist dem erfahrenen Designer feierten auch zwei Newcomer ihr Debüt auf der diesjährigen Haute Couture Herbstschau; So wurde die Holländerin Iris van Herpen von dem Modeverband Chambre Syndicale de la Haute Couture gefördert.

Ebenso erfolgreich etablierte sich der italienische Mode Designer Giambattista Valli. Mit seinem einzigartigen Gespür für Mode kombiniert er lässige Elemente aus der Prêt-à-porter-Welt mit klassischen Elementen aus der Haute Couture.

Gemeinsame Unterschiede

So unterschiedlich die Designer sind, haben sie doch eines gemeinsam: die neuen Designer sorgen dafür, dass der Mythos und der Zauber der Haute Couture Schauen, wozu es hier mehr Informationen gibt, niemals verloren geht. Denn bei den Modespektakel geht es vorrangig darum zu zeigen, was man kann. Tragbar muss die Mode nur bedingt sein. Gerade Giambattista Valli hält sich nur im Weitesten Sinne daran; er kreiert Mode, welche vor allem dem jungen Jetsettern gefällt und getragen wird.

Die neuen Designer haben dem etwas angestaubtem Image der Haute Couture auf jeden Fall einen neuen Schwung verpasst. Bleibt zu hoffen, dass dieser nicht so schnell verloren geht und uns noch viele weitere aufregende Modenschauen mit verblüffenden Frisuren und noch imposanteren Kleidern verschafft.