Beiträge vom: Juli, 2009
Der Hintergrund des Luxus Labels Gucci ist sehr interessant. Es ist alles enthalten, was einen Kriminalroman ausmacht; Erfolg, viel Geld und sogar ein Mord.
Ursprünglich wurde das Label 1921 von Guccio Gucci als Sattlerei in Florenz gegründet. Mit seinen vom Reitsport inspirierten, qualitativ hochwertigen Lederwaren hatte er innerhalb weniger Jahre großen Erfolg. So wundert es nicht, dass er sein zweites Geschäft schon 1938 in der vornehmen römischen Flanierstraße Via Condotti eröffnen konnte.
Das unverwechselbare Gucci Design aus Hanf, Bambus und Leinen ist aus der Not des Zweiten Weltkrieges entstanden. Aufgrund der Materialknappheit griff der Meister auf die natürlichen Stoffe zurück. Dieses Konzept lief so gut, dass seine vier Söhne jeweils einen eigenen Store eröffnen konnten.
In dieser Zeit ist auch der erste Klassiker entstanden; die Bambus – Tasche, mit einem Henkel aus Bambusholz, ist bei Adel und Prominenz gleichermaßen beliebt. Nach dem Tod des Gründers 1953 ging der Aufstieg des Labels weiter; die Schauspielerinnen Grace Kelly und Audrey Hepburn sorgten dafür, dass der Name Gucci auch in Hollywood zum Trend wurde
Doch wegen finanzieller Schwierigkeiten und Erbstreitigkeiten wurde das Unternehmen 1989 an das arabische Investmentunternehmen “Investcorporation” verkauft. Ein weiteres Unglück erschüttert das Unternehmen; 1995 wird Maurizio Gucci von einem Profikiller getötet. Doch kurz vorher hat er noch etwas gutes getan. Er engagierte Tom Ford als Chefdesigner. Dieser polierte das Image Guccis mit einem Hauch Wagemut und Provokation wieder auf. Seidenjerseykleider mit Metallapplikationen sind sein unverwechselbarer Stil.
Ab 1999 arbeitet Gucci mit Pinault-Printemps-Redoute zusammen, nun ist das Unternehmen ein Multi Brand Konzern, zudem unter anderem auch Yves Saint Laurent, Sergio Rossi und Alexander MacQueen gehören.
Als Tom Ford 2003 Gucci verließ, wurde seine Assistentin Alessandra Faccinetti seine Nachfolgerin. Doch sie verließ das Label schon zwei Jahre später. Derzeitige Chefdesignerin ist Frida Giannini. Designt werden natürlich Damen- und Herren Kleidung, Sonnenbrillen und Parfums. Allerdings gibt es keine eigene Pflege- oder Make up Linie. [...mehr]
Um das richtige Motiv zu finden kann man sich von den verschieden Stilen inspirieren lassen. Es gibt dabei eine sehr große Auswahlmöglichkeit und natürlich kann man auch verschiedene Stile miteinander kombinieren.
Die hohe Kunst des tätowierens sind Porträt – Tattoos. Entstanden ist dieser Stil im Gefängnis, wo ich die Insassen mit einer heißen Nadel die Gesichter ihrer lieben draußen in die Haut ritzten. Das fanden einige so gut, dass sie selbiges auch von ihrem Tätowierer verlangten. Um die Gesichtszüge jedoch genau wiederzugeben, muss der Tätowierer sehr geschickt sein.
Zwei Gegensätzliche Stilrichtungen sind Comic und Horror. Hier geht es um die eigene Lebenseinstellung. Ist man eher vom Leben angetan und schon von der Persönlichkeit verrückt und crazy, kann man sich ein quietschbuntes Comicmotiv stechen lassen. Der Stil Horror ist während des Krieges entstanden. Die Soldaten haben sich den Sensenmann in die Haut gestochen, denn da wo der Tod schon ist, kann er nicht mehr hinkommen. Auf jeden Fall sind beide Stile sehr speziell.
Ein sehr bekannter Stil ist der biomechanische. Bekannt geworden durch den Künstler H. R. Giger bezeichnet er die Symbiose von Mensch und Maschine. Besonders interessant ist dieser Stil, wenn das Motiv auf die Muskeln abgestimmt ist und es sich somit mit ihnen bewegt.
Mit diesem Stil verwandt sind die Fantasy Motive. Hier sind alle Sagengestalten zu finden; Trolle, Hexen, Zauberer, Einhörner, Feen, Elfen und viele mehr. Diesen Stil kann man sehr gut mit anderen kombinieren, sodass aus ursprünglich einer kleinen Elfe mit der Zeit ein großes Kunstwerk wird. Mit den Sci – Fi Filmen entwickelten sich die filigranen Wesen zu Wesen aus der Biomechanik weiter.
Aber egal für welchen Stil man sich entscheidet, wichtig ist die richtige Pflege des Tattoo, damit es sich nicht entzündet und man lange Freude daran hat. [...mehr]
Ein geflochtener Zopf ist besonders geeignet um das Gesicht jünger aussehen zu lassen. Denn ein Zopf wird immer mit etwas kindlichem in Verbindung gebracht. Zwar ist er allein schwer umzusetzen, aber mit etwas Hilfe hat man im Nu eine wunderschöne Frisur gezaubert.
Bei Zöpfen ist es egal, ob die Haare glatt oder gewellt sind, das Gesicht rund oder schmal, Flechtfrisuren passen zu jedem Typ. Trägt man das Haar gern offen kann man sich zu Anfang einen Mittelscheitel ziehen. Dann teil man von am Pony zwei Strähnen ab und flicht daraus auf jeder Seite einen Zopf. Die restlichen Haare leicht krausen und schon ist ein romantischer Look entstanden. Wer gewelltes Haar hat, ist natürlich besonders gut dran, bei glattem muss man möglicherweise mit dem Lockenstab nachhelfen.
Aber auch kurzes Haar kann man einflechten. Man geht wieder vom Mittelscheitel aus. Nun teilt man vorn am Pony drei schmale Strähnen ab, mit denen dann geflochten wird. Der Zopf wird einfach nach hinten geflochten, wobei man immer wieder eine Strähne von beiden Seiten mit einflechtet. Schon hat man einen seitlich gesetzten französischen Zopf.
Das Schöne an geflochtenen Zöpfen ist, dass sie sehr gut mit Haarschmuck aufgepeppt werden können. Im Sommer machen sich Blumen, bunte Haargummis oder Clipse gut. Neben zusätzlichem Halt machen sie die Frisur auch lebendiger.
Am Abend darf es ruhig glitzern. Diademe und Strasssteine sind für eine Party Frisur fast unverzichtbar. Auch für Hochzeiten ist eine Flechtfrisur sehr praktisch. Zum einen kann der Schleier perfekt eingearbeitet werden und zum anderen kann bei einer fest geflochtenen und fest gesteckten Frisur nichts verrutschen, sodass man auf jedem Foto gut aussieht. [...mehr]
Jede Frau hat mindestens eine. Beim shoppen wird auch gern anstatt nach einer Hose lieber nach einer neuen Tasche geschaut. Verständlich, denn eine neue Handtasche muss man nicht stundenlang anprobieren und passt dennoch immer.
Die Handtasche wie wir sie heute tragen wurde im 18. Jahrhundert entwickelt, als die Kleider der Damen durchsichtiger wurden und somit nicht mehr unter den Röcken eingenäht werden konnten. Bald wurde aus dem praktischen Beutel ein modisches Accessoire. 1846 wurde der Metallrahmen erfunden, womit sich die Form änderte und vermehrt auf das Outfit abgestimmt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten die Pariser Designer die Handtasche. Damit war die Handtasche als neues Accessoire unverzichtbar geworden.
Es entwickelten sich für die 90er Jahre typischen Taschen, wie Nylon- und PVC Umhängetaschen im Jahr 1950. Heute gibt es für jeden Zweck und Style eine eigene Tasche. Clutches für ein Abendoutfit, Rucksäcke für die Schule, Aktentaschen, Reisekoffer und –taschen, Ledertaschen, Sporttaschen und sogar Kulttaschen. Bei besonderesn Outfits und / oder Anlässen kann man sogar die Farbe der Handtasche auf die Augenfarbe abstimmen
Da die Handtasche heute eher ein Accessoire ist, sollte sie auf jeden Fall zum Outfit passen. Abends kann sie geschickt als Eyecatcher werden. Trägt man ein schlichtes Kleid, sollte die Tasche auffällig sein. Pailletten funkeln im Licht und lenken so die Aufmerksamkeit auf die Trägerin. Bei einer Cluch sollten gepflegte Hände selbstverständlich sein, da der Blick sofort darauf fällt.
Für den Alltag ist die Entscheidung für die richtige Tasche auch recht leicht. Je nachdem welchen Beruf man hat, ob man shoppen geht, immer wieder eine neue braucht oder eine treue Seele ist, für jeden Typ gibt es die richtige Tasche. Zum Beispiel schicke Laptoptasche, Umhängetasche It – Bag von Miu Miu oder die Retro Bag auf dem 70ern. [...mehr]
Für den fünften Duft der Poison Linie interpretierte Dior das Märchen von Cinderella neu. Um dem Märchen eine geheimnisvolle Aura zu verleihen, wurden keine Mühen gescheut und Flakon, Robe sowie der Duft an sich stehen für eine besondere Botschaft.
Der Duft, bestehend aus Damaskusrose in der Kopfnote, Patschuli in der Herznote und Amber in der Basisnote vereinen sich zu einer mystisch, orientalischen Komposition. Es ist ein Duft für Verführerinnen, die fesseln, aber schwer zu fassen sind. François Demachy, der Komponist des Duftes, hat einen zu Dior passenden romantisch sinnlichen Duft entwickelt, der der sonst sanftmütigen Rose widerspricht. Hier zeigt sie sich mysteriös und geheimnisvoll.
Die Robe der Cinderella aus dem Werbespot ist genau auf diese Eigenschaften abgestimmt. Die Rose, die sich diesmal dunkel und nachts erblühend zeigt, wurde in einem wunderschönen Ballkleid umgesetzt. John Galliano hat einen Traum aus Pailletten, Tüll und Seide geschaffen. Die Farben schwarz und dunkelblau passen hervorragend zu dem Porzellan Teint und den strahlend blauen Augen von Eva Green, die die neue Cinderella verkörpert. Stilecht ist auch ihr Make up; dunkel geschminkte Augen , die ihr Geheimnis nicht preisgeben und sinnliche rote Lippen. Beides erinnert an den Duft.
Doch Robe und Duft machen noch kein vollständiges Parfum . Das wichtigste ist der Flakon. Dieser fällt zuerst ins Auge und macht bei ansprechendem Aussehen Lust darauf, den Duft zu testen. Der Flakon dreht sich ganz um die Mitternacht. Im Märchen endet Cinderellas Aufenthalt auf dem Ball, doch bei Diors Neuinterpretation beginnt er gerade erst. Der Flakon wurde nicht aus einem Blauton hergestellt, sondern aus einer Abfolge verschiedenster Nuancen wie Ultramarin, Kobaltblau und Nachtblau. Je nachdem wie man den Flakon betrachtet spiegeln sich verschiedene Tiefen der Farbe wieder. Entweder die tief schwarze Nacht oder der silbrige Beginn eines neuen Tages. [...mehr]
Manchmal ist Veränderung etwas Wunderbares - bei dem Modehaus JOOP! war der Wechsel des Chefdesigners aber auch vor allem eins - lukrativ.
Im Jahr 2007 kam Dirk Schönberger zu dem Label um den Staub von dem markanten Rufzeichen zu pusten. Das ist ihm auch gelungen. Schon das Satzzeichen sagt, was die Marke darstellt: eine Faust die auf den Tisch haut, Lautstärke und Prägnanz, aber auf keinen Fall Zurückhaltung.
Dies ist bei seinen Kleidern auch nicht zu bemerken. Sie sind zugleich nüchtern und sexy, eine Mischung, die international erfolgreich ist und von Stars wie Nicolette Krebitz, Yvonne Catterfeld und Model Luca Gadis auf den roten Teppichen getragen wird.
JOOP! ist allerdings „nur“ eine Lifestyle - Marke, die, da sie keine eigene Produktion hat, Entwürfe und Lizenzen vergibt. Davon allerdings eine ganze Menge. Neben Damen- und Herrenbekleidung, werden Parfüms, Brillen und sogar Wasserhähne designt.
Das Label ist dabei nicht nur in Deutschland vertreten. Stores gibt es überall auf der Welt, in Ankara, wie in Dubai, Kairo, Minsk, St. Petersburg und auch in Kiew und Hangzhou. Das ist ein extremer Erfolg, wenn man bedenkt, dass Gründer Wolfgang Joop 1978 seine erste Damenkollektion vorstellte und neun Jahre später, 1987, offiziell gegründet wurde.
Der Grund warum das Label so erfolgreich ist, ist sein Stil. Der Urban Style kommt überall gut an. Bei JOOP! wird alles gemischt. Als Grundlage dienen Röhrenjeans, die mal mit weiten oder schmalen Teilen kombiniert werden, schimmerndes gesellt sich zu mattem oder schickes zu lässigem. Passend dazu gibt es die neue Schmucklinie „Smokey Quartz“, die aus Silber und Achat hergestellt, grafische Formen wirken lässt und somit sowohl tagsüber als auch abends getragen werden kann. [...mehr]
Bevor man morgens zur Arbeit geht, stellt sich jeder eine Frage: „Was ziehe ich an?“ Egal ob man eine Minute oder eine Stunde vor dem Kleiderschrank steht, wenn man sich anzieht hat man sich in der Regel etwas dabei gedacht.
Selbst wenn man die letzten Schlabber Klamotten herausgekramt hat, sagt man damit aus, dass man im Moment Lust auf etwas bequemes hat und evtl. schlechte Laune hat und einem Momentan alles egal ist.

Es gibt viele Frauen, die bei ihrem Make up darauf achten, dass man es kaum sieht. Besonders im Alltag ist es für sie wichtig ungeschminkt auszusehen, doch oft macht ein wenig Farbe den Unterschied der auffällt - meistens positiv.
Vor allem jetzt im Sommer dürft ihr euch auch Nachmittags mehr trauen. Allerdings solltet ihr den Fokus auf eine bestimmte Partie richten, entweder auf die Augen , die Lippen oder Wangen. Wenn ihr alles betont sieht es schnell künstlich und unecht aus. Außerdem soll das Make up eure schönste Seite betonen und das Gesicht nicht wie angemalt aussehen lassen. Abends darf es dann ruhig etwas mehr sein, da könnt ihr zum Beispiel die Augen und Lippen betonen, je nachdem, was euch am besten gefällt.
Überhaupt kommt es darauf an, wie viel ihr euch traut. Wenn ihr nicht ganz so wagemutig seid, könnt ihr ersteinmal klassische Smokey Eyes in den Trendfarben Lila und Türkis ausprobieren. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Farben schön kräftig sind, sollen sie doch den nahen Sommer versprühen. Wer sich abseits des Trends begeben will kann auch weißen Lidschatten ausprobieren; in einem schönen Bogen aufgetragen und spitz auslaufend wirkt dieser sehr glamourös.
Wer den Fokus auf die Lippen legen will, hat hier volle Gestaltungsfreiheit. Interessant sind Lippen, die aussehen wie schimmernde Schmuckstücke. Passende Farben findet man also bei den Edelsteinen wie Rubin, Hämatit, Rosenquarz oder Amethyst. Sehr elegant ist es, die Lippenfarbe auf den Schmuck abzustimmen; ob nun auf Halskette oder Ohrringe liegt ganz bei euch, oder an den Lippenfarben, die ihr gerade da habt. Aber auch dezenter Schmuck zu leuchtenden Lippen kann ein sehr schönes Gesamtbild ergeben. [...mehr]
Einigen Leuten will es partout nicht gelingen, den passenden Stil für sich zu finden. Obwohl es bei H & M und co eine immense Auswahl gibt, schaffen sie es, sich zielsicher die falschen Stücke herauszusuchen.
Babydoll, Longshirt, Pencilskirt, Maxikleid, Röhrenjeans, Knallfarben oder Schlaghosen – für viele sind diese Begrife ein Buch mit sieben Siegeln. Es kommt jedoch nur darauf an, sich aus der Masse an verschiedenen Stilen das richtige für sich herauszusuchen und einige Stilrichungen zu vermischen.
Ein Pencilskirt, also Bleistiftrock, ist eng anliegend und sollte schwarz sein, das ist am einfachsten zu stylen. Der klassisch elegante Weg ist, den Rock mit einer weißen oder dunkelblauen Bluse und hohen Hacken zu tragen. Spannender ist jedoch ein Stilbruch. Da stehen einem, sowohl bei den Klamotten wie auch beim Hairstyle, alle Möglichkeiten offen, freche T - Shirts, Stulpen und Sneaker passen perfekt zu der eleganten Grundlage.
Ein Babydoll ist ein T – Shirt, das weit und locker fällt. Um die Silhouette nicht komplett unförmig erscheinen zu lassen, sollte man dazu eng anliegende Hosen tragen, wie zum Beispiel eine Röhrenhose. Ist das Babydoll eher dunkel, kann man sich auch für eine grellere Farbe für die Hose entscheiden, wie helblau, rosa oder orange. Doch Vorsicht! Nicht jedem stehen alle Farben. Bei der Wahl sollte man immer jemanden mitnehmen, der einem auch ehrlich antwortet und sich erst nach kritischen Blicken für das auffällige Stück entscheiden. Bei den Schuhen wiederum ist dann alles erlaubt, von Stiefeln über Sneaker oder High Heels, kann man zu Babydoll und Röhre alles tragen.
Ähnlich zu stylen wie das Babydoll ist das Longshirt. Der Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass das Longshirt einfach ein langes T – Shirt ist, das Babydoll im Gegensatz dazu meist an der Brust enger ist, während es unten weit ausläuft. Longshirts können meist aber nur diejenigen tragen, die mindestens 1,88m groß sind, kleinere Frauen werden von diesen dann eher „erdrückt“, bzw. sie wirken dann von weitem kleiner.
Gleiches gilt für Maxi – Kleider. Obwohl sie am einfachsten zu stylen sind, man kombiniere sie einfach mit einer schicken Tasche und etwas Schmuck, können sie nur besagte große Frauen tragen.
Leider. Die Welt ist eben sehr kleine Leute feindlich =) [...mehr]
Obwohl gebräunte Haut im Trend liegt, ist eine vornehme Blässe immer wieder aufsehen erregend. Das kommt auch nicht von ungefähr, steht eine helle Haut doch für eleganz und schaut mitunter auch recht geheimnisvoll aus.
Denn der Ausdruck „vornehme Blässe“ stammt aus alter Vergangenheit. Damals war gebräunte Haut ein Merkmal der Bauern und Landarbeiter. Der Adel hatte es nicht nötig draussen zu arbeiten und signalisierte dies durch seiner hellen Hautfarbe. Um diesen Effekt zu verstärken wurden auch diverse Cremes, Seifen und sogar Bleiweiß, ein giftiges Bleichmittel, verwendet.
Besonders in den Zeiten der Renaissance und des Rokoko wurde auf einen makellos weißenTeint geachtet. Ein leicht dunkler Hauttyp oder Sommersprossen wurden mit Hausmitteln aufgehellt. Auch auf Gemälden oder Zeichnungen wurden die Personen, dem damaligen Schönheitsideal entsprechend, meist sehr blass dargestellt, ein weiteres Zeichen dafür, dass sich nur die reichen Leute einen hellen Hautton leisten konnten bzw. durften.
Der gebräunte Teint kam erst in den 1960er Jahren als Trend auf, als man die Südseereisen entdeckte und die reichen Leute nach solch einer Reise ihre Urlaubsbräune zur Schau stellten. Heute geht die Mode auch eher in Richtung dunkler Teint, da es an jeder Ecke Sonnenstudios gibt und gebräunte Haut gesünder aussieht als ein fahler Teint. Wer es jedoch mit dem Solarium übertreibt, bekommt ein unnatürliches Aussehen und eher Falten. Allerdings lässt in regelmäßiger Besuch im Sonnenstudio einen älter aussehen, was vor allem für Teenager ein Vorteil sein kann.
Wer jedoch viel arbeitet und deshalb blass ist, sollte nicht zum Selbstbräuner greifen; das ist absolut widersprüchlich. Da sollte man eher auf das Jahrhunderte alte Schönheitsideal zurückgreifen und sagen „Blass ist beautiful“. [...mehr]








